Internetdienstanbieter
von
wikipedia, Co-Autor:
Alexander Kirk
Letzte Änderung am
Mittwoch, 10. April 2013, 17:00 (v5)
Internetdienstanbieter ist eine Abkürzung für Internet Service Provider.
Anbieter von Internet-Verbindungen.
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Ein
Internetdienstanbieter (englisch
Internet Service Provider (
ISP); im deutschsprachigen Raum auch oft nur
Provider genannt) bietet in der Regel gegen Entgelt verschiedene technische Leistungen an, die für die Nutzung oder den Betrieb von Internet-Diensten erforderlich sind.
Die Leistungen werden grob in zwei Bereiche unterteilt:
Hosting und
Zugang. Nur wenige ISPs decken beide Bereiche komplett ab. Die meisten, insbesondere kleinere Internetdienstanbieter, beschränken sich sogar auf sehr kleine Teilbereiche. Gröere Provider bieten hingegen sogar einzelne Produkte an, die Leistungen aus beiden Bereichen umfassen. Zu den ISPs zählt allerdings auch der
Content-Provider.
Hosting (Host-Provider)Die wichtigsten Leistungen aus dem Bereich Hosting sind Registrierung und Betrieb von Domains, Vermietung von Webservern (komplett oder teilweise) und Vermietung von Platz in einem Rechenzentrum inklusive Internet-Anbindung, Strom- und Notstromversorgung etc.
Bedeutende Hosting-Provider für Privatkunden in Deutschland sind beispielsweise Strato, Intergenia und die United Internet AG mit u. a. den Marken 1&1, Schlund & Partner und InterNetX, in sterreich der Anbieter Sprit.org.
Es haben sich einige Anbieter zudem auf bestimmte Systeme spezialisiert und sind dadurch zu Experten geworden. Sie hosten in der Regel nur noch dieses eine System, kennen sich aber dafür sehr gut mit diesen aus. Ein Beispiel dafür wäre
Drupal Hosting. Drupal ist ein Content Managment System, das auf ungefähr 2% aller Webseiten im Internet vorkommt. Es hält einen Marktanteil am
CMS Markt von rund 7 Prozent. Der Fokus von Drupal liegt dabei auf der Erzeugung einer Community. Wo normale CMS lediglich Funktionen bieten, um Texte möglichst einfach in eine Website einzupflegen, lässt sich mit Drupal zusammen an Texten arbeiten. Diese Social Functions ermöglichen zudem das Anlegen von Weblogs und Foren. Ein großer Vorteil von Drupal ist seine Erweiterung, die durch eine umfangreiche Plugin Vielfalt sichergestellt ist. Zudem liegt
Drupal als Open Source Projekt vor; mit den passenden Kenntnissen lassen sich so eigene Zusatzprogramme schreiben. Hier kommt auch wieder das Drupal Hosting ins Spiel: Die Experten sind erfahren im Umgang mit dem Drupal Quellcode und den Anwendungen, so dass sie in der Regel individuelle Wünsche oder Probleme schnell erfüllen und lösen können.
Beispiele für Drupal Hosting Anbieter sind Mittwald, DrupalCONCEPT, 1&1, Homepage-Hoster und Webhosting Franken.
Zugang (Access-Provider)Die wichtigsten Leistungen von Zugangsanbietern (auch
Access-Provider genannt) sind die Bereitstellung von Wählverbindungen, Breitbandzugängen und Standleitungen.
Bedeutende Access-Provider für Privatkunden in Deutschland sind beispielsweise T-Online, Arcor, HanseNet, AOL, 1&1, freenet.de und Tiscali.
Content (Content-Provider)Der Content-Provider kann derjenige sein, der eigene redaktionelle Beiträge und Inhalte zu Verfügung stellt oder ein entsprechendes Programm (CMS - ContentManagementSystem) auf Mietbasis bereit hält. Dabei ist es egal bei welchem Provider die jeweiligen Seiten/Domains gehostet werden. Die Inhalte werden vom Content-Provider lediglich verlinkt. Vorteil dieser Möglichkeit ist es, dass der Nutzer 1. sehr kostengünstig ein komfortables CMS nutzen kann, 2. er muss sich nicht um einen eigenen Server kümmern (Supportaufwand), 3. das CMS wird ständig aktualisiert und upgedatet, 4. er braucht regelmäig keinen Administrator und 5. sind die meisten Systeme Betriebsystemunabhängig, da sie nur online über Browser bedient und administriert werden. Die Abhängigkeit vom Hostprovider besteht darin, dass die Inhalte nur so lange zur Verfügung stehen, solange die Vertragsbeziehung mit dem Anbieter besteht. Gute Content-Provider stellen nicht nur starr vorgefertigte Templates zur Verfügung, sondern können zu jeder Seite individuelle Anpassungen vornehmen und sind zu jeder Zeit erweiterbar.
Mit dem
CMS lassen sich nach etwas Einarbeitungszeit bequem Webseiten erstellen, ohne hierfür Programmierkenntnisse erlernen und anwenden zu müssen. Das Programm fertigt die Webseite nach den Wünschen des Nutzers an. Hierbei ist es möglich, Texte einzugeben oder auch Bilder und andere
Multimedia-Dateien einzufügen. Zudem stellt das Content-Management-System Vorlagen zur Verfügung, aus denen das gewünschte Design für die Webseite ausgewählt werden kann. So können auch ohne
HTML-Wissen professionelle Seiten erstellt werden, die anschließend online gezeigt werden können.