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Windows

Windows

von Alexander Kirk, Co-Autor: .
Letzte Änderung am Freitag, 6. Juli 2007, 0:21 (v9)


Marktführendes Betriebssystem für die x86 Plattform.

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Das Betriebssystem Windows wurde 1985 von Microsoft als grafischer Aufsatz für MS-DOS eingeführt.

Windows 1.0 bestand hauptsächlich aus einem Dateimanager, der »MS-DOS Executive«, und den Zusatztools, die bis zur heutigen Version im Wesentlichen (samt manchen Fehlern) beibehalten wurden. Die Fenster wurden damals gekachelt, also "aneinandergeklebt", und freies Verschieben war noch nicht möglich. Von Multitasking war noch keine Rede und Programme, die in den Hintergrund traten, wurden angehalten und erst fortgesetzt, wenn sie wieder im Vordergrund waren. Bemerkenswert war damals eine Iconleiste am unteren Bildschirmrand, die der heutigen Taskleiste schon sehr ähnlich war.

1987 veröffentlichte Microsoft die Version 2.0, die dann endlich freies Bewegen und Verändern der Fenster ermöglichte. Die Iconleiste am unteren Bildrand verschwand jedoch und statt dessen waren minimierte Programme als Icons auf dem Desktop erkennbar.

In der Version 3.0, die 1990 erschien, wurde die MS-DOS Executive durch den Programm-Manager und dem Dateimanager ersetzt, um Programme effektiver zu verwalten. Von nun an wurde mittels einer "Zeitscheibe" dem Anwender ein Multitasking vorgegaugelt, indem jedem Prozess eine bestimmte Prozessorleistung zugeteilt wurde und somit weiterliefen, auch wenn sie in den Hintergrund traten. Nebenbei brachte Microsoft 1993 Windows für Workgroups heraus, die zusätzlich noch eine Netzwerkunterstützung besaß und somit den Vorgänger von Windows NT darstellte. 1993 wurde auch gleich die Entwicklung an Windows NT begonnen.

Im Mai 1994 entwickelte Microsoft Windows »Chicago«, einem Vorläufer von Windows 95, der jedoch nie veröffentlich wurde. Windows Chicago besaß schon sämtliche Merkmale von Windows 95.

1995 kam dann endlich Windows 95 heraus, die intern die Versionnummer 4.0 trug, und bekam von nun an wieder einmal eine komplett neues Aussehen, das im Wesentlichen bis heute beibehalten wurde. Der Programm-Manager wurde durch die neue Desktopoberfläche ersetzt. "Revolutionär" war hier auch die Taskleiste, die von nun an einfaches Wechseln zwischen den Programmen ermöglichte. Die Taskleiste war aber nicht wirklich neu, sondern wurde von Windows 1.0 übernommen, also sozusagen "wiederentdeckt".

Microsoft veröffentlichte 1998 Windows 98 (Version 4.1) mit verbesserter Multimedia- und Internetunterstützung. Von nun an wurde auch der Internet Explorer fest mit Windows verankert, sodass nun Windows nicht mehr ohne den Internet Explorer installiert werden kann. Damit verursachte Microsoft weitläufige Diskussionen, in deren ihm vorgeworfen wurde, durch diesen Schritt unter Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung die Konkurrenz auf dem Gebiet der Browser ausgeschaltet zu haben.

Im Mai 1999 folgte die deutlich verbesserte und um neue Möglichkeiten erweiterte zweite Edition Windows 98SE (Second Edition), die man als eine der erfolgreichsten Windows-Versionen überhaupt bezeichnen kann. Sie ist auch im Sommer 2007, 1 jahr nach dem einstellen des offiziellen Supports durch Microsoft besonders im Heimbereich sehr beliebt. Sie besticht den späteren Versionen gegenüber vor allem durch ihre Einfachheit (obwohl Netzwerkfähig, ist primär für 1-Platz-Anwendungen konzipiert), wobei sie die Kinderkrankheiten der vorherigen Versionen weitgehend los ist und gegenüber die bereits ebenfalls sehr erfolgreiche erste Edition über einige wichtige Zusatzmöglichkeiten verfügt (in der Folge wird bei vielen Hardware-Treibern diese Edition als Mindestvorausetzung angegeben). Windows 98 stellt auch relativ wenige Ansprüche auf Ressourcen, läuft also auch auf älteren Rechnern recht problemlos und um so flinker bei Hardware neuerer Jahrgänge. Wer also keinen Bedarf für komplizierte Netzwerkstrukturen hat, sich z.b. mit USB 1 zufriedenstellt (nur abwärts kompatibel zu USB 2) und einige weitere eher zweiträngige Nachteile in Kauf zu nehmen bereit ist, fährt auch heute damit recht gut.

Mit der Version 4.9 brachte Microsoft Windows ME (Millenium Edition) im Jahre 2000 heraus, die eigentlich nur ein paar multimediale Erweiterungen besitzt. Man könnte Windows ME auch als "Windows 98 Dritte Edition" bezeichnen, da keine wesentlichen Neuerungen gemacht wurden. Der wichtigste Grund für die Herausgabe dieser Edition dürfte wohl die Lösung des sogenannten Millenium-Problems (Y2k). Sie wurde allerdings durch ihre Fehleranfälligkeit bekannt. Mit der Fertigstellung von Windows ME wurde auch der Schlussstrich für den alten Win386-Kern, der seit Windows 3.1 unverändert übernommen wurde, gezogen.

Auch wurde im Jahr 2000 Windows 2000 als direkter Nachfolger von Windows NT (die erste veröfentlichte, auf Netzwerkbetrieb zugeschnittene Version) veröffentlicht und im Oktober des gleichen Jahres wurde mit der Entwicklung von Windows XP begonnen. Ein Jahr später war Windows XP im Handel erhältlich.

Microsoft entwickelte auch andere Versionen von Windows wie Windows Neptune und Windows Odyssey, aber zu dieser Zeit wurden sie für zu komplex gehalten und wurden daraufhin eingestellt. Statt dessen wurden ihre Eigenschaften mit in Windows XP eingebaut, das in internen Kreisen auch »Windows Whistler« genannt wurde. U.A. gibt es Windows CE, eine modular aufgebaute Version für eingebettete Systeme. Microsoft entwickelte danach an Windows, von der zunächst nicht bekannt war, ob sie erst »Windows Longhorn« veröffentlichen oder gleich »Windows Blackcomb« rausbringen.

Ende 2006 wurde dann endlich mit etwa 1 jahr Verspätung die lang erwartete neue Version unter dem Namen Windows Vista herausgebracht. Deren Neuerungen und der damit verbundene Ressourcen-Anspruch sind derart umfangreich, dass ein Grossteil der herkömmlichen Rechner dafür nicht mehr aufgerüstet werden kann, es muss vielfach eine komplett neue Hardware dazu angeschafft werden.
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